Spielwaren und Kinderarbeit

SpielzeugMade in China, diese Initialen stehen meist für Billigprodukte. Somit ist es nicht verwunderlich, dass 80 Prozent der Spielwaren, die in Deutschland verkauft werden aus China stammen. Für die Produktion werden Kinder eingesetzt und sie müssen unter unmenschlichen Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen.
Schlechte Bezahlung, Überstunden, Hitze oder giftige Dämpfe in den Fabriken das sind nur einige nicht zu vertretende Attribute, mit denen sich die Kinder anfreunden müssen.
Im Jahre 1996 hat NBC durch Recherchen bekannt geben, dass Mädchen unter 14 Jahren Nachtschichten einlegen mussten, um die Spitzenkleidchen für Barbie-Puppen zu nähen. Laut NBC hätten diese Mädchen zwei Jahre lang arbeiten müssen, um eine solche Puppe aus eigener Tasche zu finanzieren.
Zwar existiert seit 1975 ein Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielzeugindustrie (ICTI), aber dieser weist dennoch Lücken auf. Da es eine freiwillige Verpflichtung ist und zudem herrscht eine mangelnde Partizipation der Arbeitnehmer am Prozess der Entwicklung. Erst dieses Jahr ist in China ein Arbeitsvertragsgesetz in Kraft getreten, welches Arbeitnehmern das Recht auf gemeinsame Vertragsverhandlungen mit den Arbeitgeber zusichert.

1 Antwort zu “Spielwaren und Kinderarbeit”


  1. 1 LinMax Juli 22, 2008 um 2:26

    Die Aktion fair spielt hat lange Zeit auf den Deutschen verband der Spielwaren-Industrie (DVSI) eingewirkt. Auf seiner letzten Mitgliederversammlung Anfangs Juli wurde nun endlich folgender beschluss gefasst:
    „Jedes DVSI-Mitglied, das Produkte aus Schwellenländern, insbesondere aus China bezieht, ist verpflichtet, spätestens zum 31.12.2008 verbindlich zu erklären, dass es für Spielzeuge am Date Certain Programm von ICTI teilnimmt oder anderweitig den Nachweis menschenwürdiger Arbeitsbedingungen führt. … Ein Verstoß gegen diese Verpflichtung ist ein Ausschlußgrund im Sinne des §4 Ziff 3 a) der Satzung des DVSI.“

    Die schlechte Presse und das Wirken engagierter Bürger hat dazugeführt, dass sich dieser Verband höheren öffentlichen Druck aussetzt.

    Der Code of Business Practices des International Council of Toy Industries (ICTI), ist nicht so schlecht, wie er im ersten Augenblick aussieht. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass solche Prozesse Zeit brauchen. Der Verband hat über 100 Mitglieder, die auf der Internetseite auch gelistet sind. Jetzt kann sich jeder zum nächsten Weihnachtsgeschäft überlegen, welche Spielsachen er kaufen will.


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