Kakaobohnen und Kinderarbeit

SchokoladeLeider bestehen einige Zutaten, die in der Schokoladentafel zu finden sind und aus Entwicklungsländer stammen, aus Produkten, die von Kindern geerntet worden sind. Beispielsweise werden die Kakaobohnen von Kindern gepflückt und der Lohn den sie erhalten ist sehr niedrig.
Es arbeiten mehr als 600.00 Kinder auf Kakao-Plantagen. Eigentlich sollten diese Kinder eine Schulstätte besuchen, aber die Realität sieht anders aus.
Wenn wir als Verbraucher davon Kenntnis erlangen, sollten wir dann auf solche Produkte verzichten oder soll sich das ganze nach dem Schema „Augen zu und durch“ abspielen?

Es ist ersichtlich, dass die Industrieländer ein großes Problem haben, wenn es um Kinderarbeit geht. Die ethischen Ansätze fehlen hier vollkommen, daher sind Werte, Moral und Fair-Trade Fehl am Platz. Was kann man eigentlich gegen die Autorität der Konzerne tun? Boykottieren und andere Produkte aufsuchen? Aber wer garantiert, dass die andere erworbene Produkte ebenfalls nicht aus Kinderarbeit stammen? Das ist leider eine Odyssee, die kein Ende nimmt und nehmen wir mal an, dass wir als Odysseus, Ithaka nach endloser Suche gefunden haben und das Martyrium ein Ende gefunden hat, so dass wir uns keine Gedanken mehr machen müssen, ob die Produktion aus Kinderarbeit stammt. Dann heißt es noch lange nicht, dass unsere Reise zu Ende ist. Warum?

Es ist ganz simple! Wenn wir als Konsumenten die Konzerne aufdecken, die ihre Produkte von Kindern anfertigen lassen, dann können wir zwar uns von ihnen abwenden, aber dadurch verursachen wir als Konsumenten wiederum ein Martyrium. Da wir unserer eigenen Wirtschaft schaden und dadurch die Arbeitslosenquote in die Höhe treiben. Somit gibt es am Ende für beide Parteien keinen Sieger, sondern nur Verlierer. Wie soll man dann auf eine solche Situation reagieren? Am besten wäre es natürlich, wenn die Konzerne nicht immer ihre Zahlen vor Augen hätten, sondern auch ihre Value statements. Es gibt schon viele Unternehmen, die ein solchen Verhaltenskodex in ihrem Unternehmen integriert haben, aber leider sind es immer noch zu wenige.

1 Antwort zu “Kakaobohnen und Kinderarbeit”


  1. 1 peter54 Juni 17, 2008 um 9:39

    Ja da hast du recht, julio26! Leider werden viele Produkte von Kindern gefertigt. Es ist eine Zwickmühle, in der wir uns befinden. Wir als Konsumten sind leider auf die Produkte angewiesen (teilweise). Das macht die ganze Situation noch schwieriger, die Kinderarbeit zu bekämpfen. Das Einzigste das uns noch bleibt ist, dass alle an einem Stranng ziehen und die Unternehmen, die Kinderarbeit unterstützen, zu boykottieren. Doch leider ist dieses Vorgehen utopisch und somit wird die Kinderarbeit weiter betrieben werden, wenn nicht härtere Gesetze weltweit in Kraft treten.


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