Klaus Gering versucht bei Johannes B. Kerner die Missstimmung von Lidl in ein besseres Licht zu rücken. Seine Behauptung ist, dass er keinerlei Informationen hatte über die Spionage im Lidl Konzern. Eine Diskussion war auch die Gründung von Betriebsräten. Die Antwort, die er parat hatte, macht ihn bestimmt nicht sympathischer.
„Viele Unternehmen haben keine Betriebsräte, ich erwarte vom Gesetzgeber, dass er dies per Gesetz festlegt: Es müssten bei allen Unternehmen Betriebsräte gegründet werden. Dann haben wir die gleichen Voraussetzungen.” Das ist eine erbärmliche und nicht zu vertretende Einstellung. Denn somit erklärt er sich indirekt gegen die Gründung von Betriebsräten. Es ist ihm sicher klar, dass Betriebsräte hohe Kosten verursachen, daher sind Betriebsräte für ihn Gewinnverluste. Er erklärt, dass 48.000 Mitarbeiter zufrieden mit den Arbeitsbedingungen sind, das ist wieder eine indirekte Äußerung sich gegen einen Betriebsrat zu entscheiden.
Verweisen tut er auf die internen Probleme des Unternehmens, in denen viele Sachen nicht korrekt behandelt worden sind und er übernimmt auch die Verantwortung dafür und wird dafür Sorge tragen.
Wir als Konsumenten haben Einfluss darauf, ob wir weiterhin solche Großkonzerne unterstützen oder nicht. Aber die Leidtragenden sind die Mitarbeiter, denn sie sind die ersten, die ihre Arbeitsstelle verlieren, wenn Lidl den Bach runtergeht. Die Führungskräfte kommen mit einer Abfindung weg und sind aus dem Schneider.
Somit ist es ein nicht zu gewinnendes Spiel, wenn man es von der wirtschaftlichen Seite aus betrachtet, falls Lidl tatsächlich die weiße Flagge zeigen muss.
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